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Die Gouverneurin von Alaska, Sarah Palin, brauchte nur vier Wochen, um Anfang Januar zu verkünden, sie favorisiere die Bewerbung von Kanadas größtem Pipelinebauer, der TransCanada Corp. Jetzt hat die Öffentlichkeit Gelegenheit, sich in Anhörungen zu dem Projekt zu äußern, dann will Palin umgehend eine Empfehlung an das Parlament von Alaska aussprechen. Die Vorbereitung der Bautätigkeit könnte schon im zweiten Quartal 2008 beginnen. Ab 2017 würde die Riesenröhre dann täglich mindestens 127 Mio. m3 Erdgas an US-Haushalte liefern.
Von willigeren Behörden und kürzeren Genehmigungszeiten berichten in jüngster Zeit auch kanadische Bergbaufirmen. Die Baffinland Iron Mines Corp. ist ein Beispiel. Das junge Unternehmen will für umgerechnet 1,4 Mrd. € am nördlichen Zipfel von Baffin Island - dem Eingang in die Nordwestpassage - die Mary River-Eisenerzmine in Betrieb nehmen. Baffinland plant hierfür einen Tiefseehafen und eine Eisenbahnverbindung.
"Es gibt zwei Gebiete, wo wir jetzt viel mehr Bewegung sehen als vorher", berichtet Baffinland-Präsident Gordon McCreary, "das sind die Kapitalmärkte und die Politik." McCreary will ab 2012 in der Mary-River-Mine Eisenerz fördern und freut sich, dass seine Pläne sich nun leichter realisieren lassen. "Dieses Projekt passt immer besser in die Agenda der Bundesregierung in Ottawa", sagt er, "ganz egal mit welcher Partei Sie reden."
Das sehen auch Analysten, die die Minenkonzerne beobachten, so. "Da tun sich erfreuliche Perspektiven für Hilfe von staatlicher Seite auf, wegen des Gerangels um den Nordpol", sagt Tom Meyer bei Raymond James. Das Unternehmen betreute Baffinland bei seinem Börsengang vor einem Jahr.
MARKUS GÄRTNER
Aus VDI Nachrichten
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