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Hybridfahrzeuge 2006 I PDF Drucken E-Mail

Hybrid Auto und Hybridfahrzeuge im Jahre 2006 Teil I

Auf der ersten großen Messe 2006, der Detroit Motor Show, werden mehr Hybridmodelle gezeigt als jemals zuvor auf einer US-Messe. Allerdings gibt Mitsubishi bekannt, daß das Modell ‚Concept-CT MIEV Hybrid 4 WD’ noch länger im Prototypendasein verharren wird. Grund ist das hochambitionierte Hybridkonzept dieses Fahrzeugs, dessen Antrieb sich aus einem Benzinmotor mit einem Liter Hubraum sowie vier Elektromotoren zusammensetzt, von denen jeweils einer in jedem der vier Räder des Autos platziert ist. Gespeist werden diese Elektromotoren aus einer Lithium-Ionen-Batterie. Erst wenn die Nachfrage deutlich steigen würde denke man an eine Serienfertigung.

Auch Frankreich verlässt seinen zögerlichen Standpunkt. Im Januar 2006 gibt der Automobilkonzern PSA bekannt, daß nun ein ‚Peugeot 307’ und ein ‚Citroën C4’ mit HDi-Diesel und Elektromotor testweise bereitstünden. Der Durchschnittsverbrauch beider Modelle beträgt 3,4 Liter Diesel auf 100 km. Die CO2-Emissionen gibt Peugeot mit 90 g/km an. Beide Zahlen seien Rekordwerte bei Mittelklasse-Fahrzeugen, heißt es. Das Hybridantriebssystem von PSA Peugeot Citroën kombiniert einen 1,6 Liter großen HDi-Diesel mit einem Elektromotor und verfügt über einen Partikelfilter sowie über und ein Stopp-und-Start-System. Bei Geschwindigkeiten von unter 50 km/h ist der reine Elektrobetrieb möglich. Bei Überlandfahrten im Dieselmodus lässt sich der Elektromotor bei Bedarf zuschalten. Etwa beim Beschleunigen erhöht sich die Leistung dann um 35%. Auf den Markt bringen könnte der Konzern Hybrid HDi Fahrzeuge von 2010 an. Der Serienstart sei jedoch davon abhängig, ob eine ökonomisch tragbare Lösung gefunden wird, um die Technologie für möglichst viele Kunden erschwinglich zu machen.

Nachdem das Hybrid-Feld bislang weitgehend Toyota überlassen worden war, will sie jetzt Honda als zweiter großer Serienhersteller dieser Technik positionieren. Dabei setzen die Japaner vor allem auf den neuen ‚Civic Hybrid IMA’, der im April startet. Dabei steht IMA für ‚Integrated Motor Assist’-Technologie, die bei Honda seit dem Debüt des Öko-Coupés ‚Insight’ bereits seit sechs Jahre verfügbar ist und mittlerweile in insgesamt vier Baureihen mehr 130.000 Mal verkauft wurde. In Deutschland wurden in den letzten Jahren zusammen allerdings nur rund 500 Exemplare von ‚Civic IMA’ und ‚Insight’ verkauft. Nun sollen in 2006 mindestens 1.000 ‚Hybrid-Civics’ auf die Straße gebracht werden. Seine Kraft schöpft dieser Wagen aus einem neuen Batteriepaket, das gemeinsam mit der Regiezentrale für die Antriebskooperation in einer schmalen Box hinter der Rückbank montiert ist. Diese ‚Intelligent Power Unit’ wiegt zwar noch immer 55 kg, ist aber um 13% kleiner geworden und lässt nun bei einem Volumen von 59 Litern genügend Raum für ein alltagstaugliches Gepäckabteil. Nur umlegen kann man die Rückbank nicht. Der Preis für den 185 km/h schnellen Wagen beträgt 22.900 Euro – und schon im Februar liegen dem Unternehmen über 5.000 Kundenaufträge vor.

Auf dem Auto-Salon in Genf im März 2006 zeigen fast alle großen Marken auch sparsamere und saubere Motoren, Biosprit-Konzepte oder Hybrid-Ideen. Peugeot demonstrierte beispielsweise die serienreife Technologie in einem ‚307 CC Cabrio-Coupé’. Der 1,6-Liter-HDi mit Partikelfilter leistet 80 kW/109 PS, hinzu kommen 31 kW des Elektromotors. Der Verbrauch beträgt 4,1 Liter. Eine Markteinführung vor 2010 ist allerdings nicht wahrscheinlich. Derzeit ist die Technik mit 6.000 Euro Aufpreis gegenüber einem Standarddiesel noch zu teuer. Peugeot will das Aufpreisniveau daher auf 2000 Euro drücken.

Ebenfalls auf einen Diesel-Hybrid setzt Ford-Tochter Land Rover. Man will damit den Vorwürfen begegnen, nach denen Geländewagen Teufelszeug für die Klimaentwicklung seien. Das ‚Land-e Modell soll mit Hybrid-Antrieb, Startergenerator und situationsabhängiger Abschaltung des Allradantriebs ein Einsparpotenzial von bis zu 30% ermöglichen. Fiat wiederum stellte die Studie ‚Panda MultiEco’ vor, der über eine verkleidete Front verfügt, und Reifen mit geringem Rollwiderstand sowie eine Start-Stop-Automatik besitzt. Als Antrieb dient ein Hybridsystem aus Benzin- und Erdgasmotor. In Serie soll das Konzept vorerst aber nicht gehen.

Toyota zeigt derweil das überarbeitete Hybridauto ‚Prius’. Inzwischen wurden weltweit schon 450.000 Exemplare des Wagens mit kombiniertem Benzin-Elektro-Antrieb verkauft – so viele wie von keinem anderen Hybridfahrzeug.

Im April 2006 wird in England die baldige Produktion des ,Modec van’ angekündigt. Der Transporter des Kleinunternehmens in Binley, Coventry, hat mit einer Batterieladung eine Reichweite von 200 km und kommt auf 80 km/h Spitze. Er soll in einer breiten Palette unterschiedlicher Aufbauten angeboten werden. Das gleiche Entwicklungsteam war schon für das in London ab 1997 als Taxi eingesetzte ‚iconic TX1’ verantwortlich.

Ebenfalls im April 2006 soll das neue Hybridauto von Honda, der ‚Civic Hybrid’, auf den deutschen Markt kommen. Honda kombiniert bei diesem Wagen einen komplett neuen 1,3-Liter-Benzinmotor mit 95 PS sowie einen Elektromotor mit 20 PS. Als Durchschnittsverbrauch für den ‚Civic Hybrid’ gibt Honda 4,6 Liter an. Die Brennstoffzelle sind im Mitteltunnel unter dem Wagenboden untergebracht. Vom ‚Civic IMA’, dem Vorgänger-Hybridmodell, verkaufte Honda in den ersten neun Monaten 2005 europaweit 1.104 Exemplare. Vom ‚Civic Hybrid’ will die Marke zirka 5.000 Modelle pro Jahr in Europa absetzen.

Radnabenmotor des Colt MIEV

Radnabenmotor des Colt MIEV

Auf der Ingenieursausstellung im japanischen Yokohama im Mai 2005 stellt Mitsubishi ein Elektrofahrzeug vor, das von zwei Motoren in den Hinterrädern angetrieben wird. Das Modell soll die Basis bilden für ein späteres Hybrid- oder Brennstoffzellenfahrzeug. Im 1,2 Tonnen schweren Versuchsfahrzeug ‚Colt MIEV (Mitsubishi In-wheel motor Electric Vehicle), einem fünftürigen Kleinwagen, erledigen zwei je 27 PS starken Elektromotoren in den hinteren Rädern den Antrieb des Fahrzeugs, das eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h und eine Reichweite von rund 150 km besitzt. Gespeist werden die Aggregate von 22 Lithium-Ionen-Batteriezellen mit jeweils 40 Ah.

Mitsubishi feiert es als großes Plus des Konzepts, daß die Motorkraft ohne jegliches Getriebe oder andere Verteilermechaniken unmittelbar für die Drehbewegung des Rades genutzt werden kann. Das System werde, künftig zu einem Allradantrieb weiterentwickelt, bei dem alle vier Räder unabhängig voneinander angetrieben werden.

Elektromobil Xebra

Xebra

In den USA gibt es Mitte 2006 nur zwei reine E-Mobile zu kaufen: Den ,NmG’ (No More Gas) von Myers Motors für rund 25.000 $ (s.o.), sowie den ,Xebra’ aus China. Beides  sind Fahrzeuge mit drei Rädern und eher Mischungen aus Auto und Motorrad.

Der ‚Xebra’ ist ein kleines E-Mobil, das von der Shandong Jindalu Vehicle Co., Ltd. in der Tianqu Industrial Zone, Dezhou, hergestellt wird. Die Firma bezeichnet sich selbst als das größte Unternehmen zur Herstellung von brennstoffbetriebenen sowie elektrischen geschlossenen dreirädrigen Fahrzeugen.

Das abgebildete Modell läuft in China unter der etwas kryptischen Bezeichnung ‚FL150/200ZK-3’. Das 2,9 m lange, 1,42 m breite und 1,54 m hohe E-Mobil hat eine Reichweite von 65 km und ist bis 65 km/h schnell. Es hat 4 Sitzplätze (max. Zuladung 225 kg), ein integriertes Ladegerät und 6 Stück preiswerte Deka 8G31 Blei-Säure-Batterien (12 V / 100 Ah). Ab Sommer 2006 soll es für unter 10.000 $ verkauft werden.

Die zweisitzige Pickup-Version wird dann Ende 2006 auf den US-Markt kommen, wo der Wagen von Zap! vertrieben wird. Beide Fahrzeuge sind eher für den innerständischen Verkehr mit begrenztem Radius geeignet.

Pedal-Elektromobil Zap e-pod

Zap e-pod

Zap! bieten unter dem Namen ,Zap e-pod’ außerdem ein muskelbetriebenes verkleidetes Fahrrad mit elektrischem Zusatzmotor an, das 9.500 $ kostet. Es besitzt eine gewisse Ähnlichkeit mit dem ,TWIKE’ - allerdings ist die Anordnung der Räder entgegengesetzt

Geplant sind allerdings noch weitere E-Mobile. Einmal der schon mehrfach erwähnte 2-sitzige und extrem schmale Standard-,Tango’ der Commuter Cars Corp. in Seattle, der nun für 18.700 $ angeboten werden soll, für den allerdings noch ein Team aus Ingenieuren und eine zweistellige Millionenfinanzierung gesucht wird, um den Wagen nach mindestens 18 Monaten Entwicklungszeit präsentieren zu können.

Die Luxusversion für 85.000  $ wird bereits gefertigt. Dafür bekommt man aber auch eine Lederausstattung, eine 400 W Stereoanlage und Hinterräder mit jeweils separaten Elektromotoren – die eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h erlauben. Der Wagen sieht trotzdem wie ein arg gequetschter ‚Smart’ aus. (Und trotzdem wird er später von George Cooney gefahren, so what?).

Zum anderen ist der ,Think car’ geplant, bei dem es sich um eine Weiterentwicklung des früheren  ,CityBee’ bzw. ,Citi’ handelt, der damals von einem norwegischen Team konzipiert worden war. Ford übernahm 1999 das Unternehmen Th!nk samt den Wagen und verleaste über 1.000 Stück in Europa und den USA, welche die seinerzeit weltweit größte Elektroauto-Flotte bildeten. 2004 verkaufte Ford Th!nk an eine europäische Firma, die Anfang 2006 Bankrott ging. Im März übernahm eine Gruppe norwegischer Investoren die Konkursmasse und will versuchen, den Wagen wieder auf den amerikanischen Markt zu bringen.

Designfahrzeug Zoop

Zoop

Im Juni 2006 stellt die Modeschöpferin Coquelin Courrèges ein von ihr konzipiertes  Forschungsauto vor, das ein wenig an eine Schildkröte erinnert.

Sie will damit „die Welt retten“ und fährt sogar bei Autorennen mit. Das mittlerweile dritte Elektroauto des Modehauses trägt den Namen ‚Zoop’, folgt der aerodynamisch optimalen Tropfenform, hat eine gelbgetönte Plexiglashaube, die auf Knopfdruck zum Ein- und Aussteigen nach oben schwingt, und ist mit einer mit weißem Leder bezogenen Sitzbank ausgestattet, auf der drei Passagiere Platz haben. Spötter fühlen sich an ein Spiegelei auf Rädern erinnert. Der Wagen wiegt 690 kg, besitzt eine Lithium-Polymer-Batterie und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h.

Das Designer-Label beschäftigt sich bereits seit 1969 mit E-Mobilen, als man zum ersten Mal eine Art elektrisches Ufo durch eine Modenschau rollen ließ. 2002 beteiligt sich Coquelin Courrèges dann erstmals mit ihrem Elektroauto ‚La Bulle’ an der vom Reifenhersteller Michelin ins Leben gerufenen Challenge Bibendum.

Dieser wahlweise als Zwei- oder Viersitzer nutzbare Wagen besitzt eine Nickel-Cadmium-Batterie, schafft immerhin 110 km/h und hat eine Reichweite von 170 km. Im Jahr 2004 startet Courrèges bei der Challenge Bibendum in Shanghai mit dem eckigen ‚Exe’, unter dessen Plexiglasflächen zwei bis fünf Sitze Platz finden. Die Lithium-Ionen-Batterie besitzt genügend Energie für eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h und eine maximale Reichweite von 450 km.

Der ‚eBox’ ist ein neues 5-sitziges Elektrofahrzeug von AC Propulsion, das mit 5.088 kleinen Lithium-Ionen-Zellen ausgestattet ist und auch als Transporter eingesetzt werden kann. Das 1992 gegründete Unternehmen bezeichnet den ‚eBox’ als „the best EV we’ve built“ und startet nach zweijährigen Planungsphase 2005 mit einer begrenzten Herstellung.

Der erste Prototyp unternimmt seine ‚Jungfernfahrt’ am 24. Juni 2006 – am selben Tag, an dem der Dokumentationsfilm ‚Who Killed the Electric Car?’ von Chris Paine Uraufgeführt wird (s.u.).

Elektromobil 828 E

828E

Das brasilianische Unternehmen OBVIO! vereinbart im Juli 2006 mit Zap!, daß diese in den USA 50.000 Stück eines Fahrzeugs vermarkten, das auf der Basis des 828 und 012 microsport car entwickelt wird. Während 2007 noch brennstoffbetriebene Modelle produziert werden, soll bald darauf mit dem ‚828E’ und dem ,012E’ elektrisch betriebene Modelle mit Lithium-Akkumulatoren auf den Markt kommen, zu Preisen von 49.000 bzw. 59.000 $.

Auch ein kanadischen Unternehmen will zu dieser Zeit mit einem 10.000 $ Auto auf den US-Markt. Der in Frankreich entwickelte zweisitzige ,Zenn’ (zero emissions, no noise) ist ein langsames Stadtfahrzeug mit geringer Reichweite, von dem pro Jahr 2.000 Stück abgesetzt werden sollen. Es wird unter der Bezeichnung Neighborhood Electric Vehicle (NEV) angeboten. Die Firma Feel Good Cars hatte den  ,Zenn’ von der französischen Beneteau-Tochter Microcar gekauft, die seit 1998 bereits rund 31.000 Stück des Kleinstwagens verkauft hat.

Palmer mit seinem Solartaxi

Palmer mit Solartaxi

Als Beispiel für die Ergebnisse privater Initiativen sei hier das Elektromobil des Schweizer Abenteurers Louis Palmer genannt, dessen Ziel es ist, ab Juni 2007 mit dem Fahrzeug die Welt zu umrunden. Nach dreijähriger Vorarbeit mit Hilfe von Studenten von vier Technischen Hochschulen, zehn Schweizer Unternehmen und 70 Helfern besteht das ‚Solartaxi’ im Juli 2006 erfolgreich seine erste 3.000 km Test-Rundfahrt von Luzern nach Avignon und Barcelona und zurück (via Monte Carlo und Gotthard-Paß!). Der auf einem Anhänger mitgeführte Solargenerator kann 30 % des Betriebsstroms liefern und transportiert zusätzlich eine zweite Zebra-Batterie.

Die Weltpremiere des bislang schnellsten elektrisch angetriebenen Serienautos wird im Juli 2006 in einem Hangar des Santa-Monica-Airports, Kalifornien, gefeiert. Sogar Gouverneur Arnold Schwarzenegger zeigt sich unter den Gästen. Als der kalifornische Sportwagenhersteller Tesla in San Carlos nach dreijähriger Vorarbeit die Produktion des ,Tesla Roadster’ mit Elektroantrieb ankündigt, ist die erste Serie von 100 Wagen sofort ausverkauft, obwohl das Auto 100.000 $ kostet und erst Mitte 2007 ausgeliefert wird. Das startup Unternehmen wird u.a. von dem PayPal Mitgründer Elon Musk, sowie den Google Gründern Brin und Larry Page finanziert.

Der von Designern des britischen Sportwagenherstellers Lotus gestaltete offene Zweisitzer ist 3,95 m lang, nur 1,13 m hoch, und mit den Rückspiegeln 1,87 m breit. Er bietet den neuesten Stand der Ausstattung: Airbags, ABS und Traktionskontrolle sind ebenso an Bord wie Tempomat, Klimaanlage und Sitzheizung. Und die Innenausstattung ist selbstverständlich mit feinstem Leder ausgeschlagen (warum müssen beim Auto eigentlich noch immer der Jägerinstinkt des Menschen bedient werden?!).

Der Wagen, der auch bei Lotus in Hethel, England, gebaut werden soll (Lotus hatte den Design-Wettbewerb mit seinem Entwurf ,Dark Star’ gewonnen), wird von einem Elektromotor mit 185 kW (248 PS) angetrieben, der von 6.381 flüssigkeitsgekühlte Lithium-Ionen-Zellen versorgt wird, die zwei Fünftel des Gesamtgewichts von rund 1.150 kg stellen. Als Ladezeit werden rund dreieinhalb Stunden angegeben, 400 Zyklen werden garantiert, und zusammen mit der zurückgewonnenen Bremsenergie beträgt die Reichweite 400 km, etwa das dreifache bisheriger Elektro-Autos. Von 0 auf 100 kommt bis der Roadster in nur 4 Sekunden. Für die USA ist gibt es eine begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h, woanders sollen sogar 250 km/h möglich sein. Unter dem Projektnamen ,White Star’ wird bereits an einem Folgemodell für 2008 gearbeitet.

Elektromobil-Renner Venturi  Fetish

Venturi Fetish

Außerdem arbeitet Tesla nach dem großen Erfolg mit seinem Roadster an der Entwicklung eines 4-türigen ‚Tesla Sedan’, der in der gleichen Klasse wie die BMW 5-Serie anzusiedeln ist. Es sind zwei Modelle mit Reichweiten von 320 km bzw. 480 km geplant, von denen weltweit 10.000 bis 20.000 Stück pro Jahr abgesetzt werden sollen. Ein ‚update’ des Roadsters soll dann 2010 erfolgen.

Einen noch teureren Elektro-Flitzer wollte der französische Hersteller Venturi eigentlich schon ab 2004 anbieten – mit dem wahrlich passenden Namen ‚Fetish’ – und zum Preis von 450.000 €! Dafür sollte man dann einen offenen Zweisitzer mit einem 300 PS E-Motor bekommen, der den Wagen in 4,5 Sekunden auf Tempo 100 bringt und eine Spitze von 170 km/h erreicht.

Im Juli 2006 geben der ehemalige Astronaut Wubbo Ockels und Studenten der TU Delft das gemeinsame Projekt des ‚Superbus’ bekannt, dessen Prototyp schon 2008 während der Olympischen Spielen in Peking eingesetzt werden soll. Der 15 m lange Bus ist 2,5 m breit und 1,70 hoch – weshalb auch jede Sitzreihe ihre eigenen Türen hat. Das elektrisch betriebene Ungetüm, das 20 bis 20 Passagieren Platz bietet, soll eine Geschwindigkeit von 250 km/h erreichen.

Ein weiterer Elektro-Rennwagen ist von dem im Januar 2005 gegründeten Unternehmen des Ingenieurs und Fahrzeugrestaurators Ian Wright gebaut worden, der ‚Wrigtspeed X1’.

Nun wird der erste Prototyp vorgestellt, der mit einen Drehstrommotor und Lithium Ionen Batterien ausgerüstet ist, die induktiv geladen werden. Der Wagen kommt in  3 Sekunden von 0 – 80 km/h und hat eine elektronisch geregelte Höchstgeschwindigkeit von 180  km/h, sowie eine Reichweite von 160 km.

gem

GEM E825/4

Und noch andere E-Mobile werden entwickelt und nun auch öffentlich vorgestellt. Die Schweizer Firma Cree Ltd.  Zum Beispiel präsentiert den dreirädrigen ‚Cree SAM’, von dem bislang bereits 80 Stück hergestellt worden sind.

Der zweisitzige Wagen schafft bis 85 km/h und hat eine Reichweite von 50 – 70 km. Obwohl es inzwischen genügend Hinweise dafür gibt, daß dreirädrige Fahrzeuge vom Markt nicht besonders enthusiastisch angenommen werden, gibt es immer wieder Designer und Firmen, die es trotzdem probieren.

Eine Tochter von DaimlerChrysler, die Global Electric Motorcars (GEM) in Fargo, North Dakota, präsentiert mit dem ‚GEM E825/4’ einen offenen, viersitzigen Wagen, der bei 40 km/h Spitze eine Reichweite von ca. 50 km besitzt und stark an den ‚Think’ von Ford erinnert. Diese Fahrzeugform ohne Seitenwände ist in Europa jedoch nur bedingt einsatzfähig, dagegen optimal für wärmere Länder.

Der amerikanische Hersteller Tomberlin stellt seinerseits den ‚ANVIL’ vor, ein langsam fahrendes Fahrzeug, das für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen ist und ähnliche Spezifikationen wie das Fahrzeug von GEM besitzt. Die beiden Rücksitze lassen sich hier allerdings zu einer kleinen Ladefläche umwandeln.

Konzeptfahrzeug ANVIL

ANVIL

Während die Massenhersteller und Großkonzerne scheinbar die Bühne der Nachhaltigkeit geräumt haben, rücken ein paar Nischenanbieter mit erstaunlichen Mobilitätsideen ins Rampenlicht. Eines der unscheinbarsten und dennoch faszinierendsten Öko-Mobile des Pariser Autosalons im Herbst 2006 ist der ‚Venturi Eclectic’, den seine Erfinder als erstes Auto der Welt feiern, das vollkommen autonom und unabhängig von allen Energiequellen unterwegs ist.

Der weitgehend offene Dreisitzer fährt mit Strom von Sonne und Wind. Auf dem Dach des E-Mobils befindet sich eine 2,5 m² große Solarzellenfläche, und außerdem kann man bis zu drei kleinere Windturbinen bestellen, deren Strom ebenfalls in den Nickel-Metall-Hybrid-Akkus gespeichert wird.

Der 350 kg leichte Wagen hat einen 20 PS Motor, der ein Spitzentempo von 50 km/h erlaubt, was für die Innenstadt oder als Hotel-Shuttle ideal ist, und mit voll geladenen Batterien beträgt die Reichweite 50 km. Der ‚Venturi Eclectic’ steht unmittelbar vor der Serienproduktion und soll ab 2007 für 24.000 € plus Steuern angeboten werden.

Zunächst ist eine Kleinserie von 200 Fahrzeugen geplant. Zwei Jahre später sollen die Stückzahlen signifikant steigern und der Dreisitzer dann bereits für einen Nettopreis von 15.000 € angeboten werden.

Außerdem wird auf dem Pariser Autosalon bereits das Nachfolgemodell ‚Astrolab’ gezeigt (ital. astro = Stern, labe = nehmen; eigentlich ein altarabisches astronomisches Ortsbestimmungsgerät), das völlig ohne Dach auskommt und dafür aber deutlich schneller und weiter fährt.

Die gesamte Karosserie des 3,80 m langen, 1,84 m breiten und 1,20 Meter hohen Renners wird aus Kohlefaser gefertigt. Die Tandem-Sitzanordnung bietet auch eine perfekte Balance, unabhängig davon ob eine oder zwei Personen in dem Wagen fahren.

Dadurch, daß das Gewicht auf rund 280 kg gedrückt wurde, reicht für den Vortrieb des zweisitzigen Tandem-Fahrzeugs ein nur 16 kW / 22 PS starker Elektroantrieb, der seine Energie auch während der Fahrt durch 3,6 m² Solarzellen generiert. Diese besitzen einen Wirkungsgrad von 21 %, da sie mit einen Film aus Nano-Prismen überzogen sind, welche die Sonnenstrahlen konzentrieren. Mit seinen flüssigkeitsgekühlten NiMH-Batterien (600 Wh) hat der Zweisitzer eine Reichweite von mindestens 110 km bei einer Spitzengeschwindigkeit von bis zu 120 km/h. Dafür soll dieses E-Mobile ab Januar 2008 aber auch 92.000 € vor Steuern kosten!

Die Sportwagenschmiede Venturi hat ja bereits den ‚Fetish’ am Start (s.o.), von dem 2006 zum Preis von fast 300.000 € (statt 450.000 € wie geplant) immerhin vier Stück verkauft worden sein sollen.

Hybridfahrzeug JTEV

JTEV

Und noch weitere E-Mobile werden in dieser Zeit vorgestellt. So z.B. das Hybridfahrzeug ,JTEV’ (Joint Tactical Electric Vehicle), das innerhalb von nur 12 Monaten für die US-Marine entwickelt und gebaut wird, und das sich außerdem durch den Einsatz modernster Technologien auszeichnet, darunter auch ‚stealth’-Charakteristiken.

Im September 2006 ist der Verkaufstart des ‚Nice Mega City’ (Nice = No-Internal-Combustion-Engine) des britischen Unternehmens Nice Company, der bei Mega Axiam in Frankreich hergestellt wird. Der 2,5 m lange Wagen mit Aluminiumchassis und Kunststoff-Karosserie besitzt einen 4 kW E-Motor und 8 Akkus zu je 29,5 kg im Fahrzeugboden, mit denen zusammen er 650 kg auf die Waage bringt. Seine Höchstgeschwindigkeit beträgt 65 km/h, die Reichweite bis zu 75 km, und eine Zuladung ist bis 200 kg möglich. In London wird ein Flottenversuch gestartet Der Preis des E-Mobils soll um 14.800 € liegen.

Elektromobil EcoV

EcoV

Die EnVironmental Transportation  Solutions LLC aus Grosse Pointe Woods, Michigan, bietet 2006 mit dem ,EcoV’ ein weiteres kleines, praktisches und witziges E-Mobil an. Das in Komplettausstattung für 11.495 $ angebotene 2-Sitzige Fahrzeug ist mit einer 6 – 12 V Blei-Gel-Batterie und einen 72 V Motor ausgestattet und hat eine Reichweite von 40 – 65 km.


Alles in allem ein sehr ergiebiges Jahr - und das ist ja erst die Hälfte! Zweiter Teil Hybrid Auto hier...

 
MosModule usages

(Note: substitue MM with mosmodule! Need more detail: see readme.txt)

{MM list} - Display a list of modules and block positions
{MM random=SectionName}
{MM articleid=ContentID}
{MM author=Username}
{MM codeid=ContentID}
{MM snippet=ContentID}
{MM phpinc=filename.php,p1,p2...}
{MM video=URLToVideo,width,height}
{MM flash=PathTo/VideoFile.swf,width,heigth}
{MM videoegg=URLToVideo,width,heigth}
{MM textsizer=IDTag}
{MM module=Search,Poll}
{MM position} - Show any position like user1,user2,left,right,etc
{MM grabpage=http://ongetc.com/index2.php}

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